LONGITUDE
II
LONGITUDE, berühmte Kapitäne
wie James Cook oder John Franklin
wären überglücklich
gewesen, eine solche Uhr am Handgelenk
zu tragen. In jenen Tagen war
die Miniaturisierung leider noch
nicht so weit fortgeschritten.
Dennoch mussten diese beiden Kapitäne
nicht auf Zeitmesser von John
Arnold & Son verzichten. Denn
John Arnold war es, der die ersten
Marinechronometer rationell und
serienmäßig produziert
hat.
Dies brachte dem britischen Empire
schließlich auch die Herrschaft
auf See ein, denn die Seefahrer
des British Empires waren nunmehr
in der Lage ihren Längengrad
auf See zu bestimmen und sich
somit frei auf den Weltmeeren
zu bewegen, ohne den eingefahrenen
Seerouten entlang den Breitengraden
folgen zu müssen, wo feindliche
Seefahrernationen und Piraten
sie aufbringen konnten.
Die geographische Breite zu
bestimmen ist ein Kinderspiel,
da die Naturgesetze den Parallelkreis
zur Breite 0 auf den Äquator
festlegen, und jeder Seemann den
Breitengrad ohne viel Mühe
anhand der Tageslänge, dem
Sonnenstand oder der Position
der Sterne über dem Horizont
feststellen kann.
Dagegen ist es viel schwieriger,
den geographischen Längengrad
zu bestimmen, da die Längengrade
nach Zeitabständen festgelegt
werden. Diese Erkenntnis war jedoch
alles andere als Selbstverständlich.
Denn während die Seefahrer
die Ozeane nach den Launen von
Wind und Strömungen durchkreuzten,
waren auch die größten
Wissenschaftler des 17. und 18
Jahrhunderts ausser Stande, eine
brauchbare Lösung für
die Bestimmung des Längengrades
zu bieten.
Im Bewusstsein der strategischen
Wichtigkeit für Handels-
und Kriegsmarinen, erließ Königin
Anne 1714 den Longitude Act, welcher
demjenigen ein Preisgeld in Höhe
von 20.000 Pfund Sterling versprach,
der eine einfache und reproduzierbare
Methode für die Bestimmung
des Längengrades entwickeln
konnte. Obschon die grössten
englischen Gelehrten der Epoche
ihre ganze Energie für die
Suche nach astronomischen oder
mathematischen Lösungen einsetzten,
war die bereits 1530 von einem
flämischen Astronomen vorausgesagte,
auf der Benutzung eines Präzisionszeitmessers
basierende Lösung, die einzige
Methode, welche die Kriterien
des Longitude Acts erfüllen
konnte.
Diese Methode setzt voraus,
dass man die Ortszeit an Bord
und die Ortszeit im Heimathafen
oder an einem anderen Ort bekannter
geographischer Länge zum
gleichen Zeitpunkt exakt kennt.
Anhand der beiden Ortszeiten kann
der Navigator den Zeitunterschied
in die geographische Distanz umrechnen.
Da die Erde für eine vollständige
Umdrehung um 360 Grad 24 Stunden
benötigt, entsprechen 15
Grad einer Stunde. Jede Stunde
zwischen der Ortszeit an Bord
und derjenigen im Heimathafen
bedeutet daher ein Vorrücken
um 15 Grad in östlicher oder
westlicher Richtung. Die Position
des Schiffs kann bestimmt werden,
indem man diese Zeit in Kilometer
umrechnet, wobei 15 Grad am Äquator
1.650 km entsprechen.
Britischen Uhrmachern gelang
es zuerst, Präzisionszeitmesser
zu realisieren, die präzise
genug waren, um als Grundlage
für die Messung des Längengrades
zu dienen. Diese Zeitmesser mussten
den starken Schwankungen, Seewasser
und Temperaturunterschieden widerstehen
können und trotzdem die genaue
Zeit anzeigen. Unter den Preisträgern
war auch John Arnold.
Im Zeitalter von GPS ist die
Bestimmung des momentanen Längengrades
zum Kinderspiel geworden. Gerade
deshalb ist jedoch die traditionelle
Methode der Längengradbestimmung
umso reizvoller, denn wer verlässt
sich schon gerne ausschließlich
auf die Elektronik.
Im Geiste der alten britischen
Uhrmacherpioniere hat The British
Masters deshalb die LONGITUDE
II, ein einzigartiges mechanisches
Messinstrument, zur Bestimmung
des Längengrades, der Himmelsrichtungen
sowie der wahren Sonnenzeit entwickelt.
|